Handeln und Verhalten einer Gruppe

Menschen verhalten sich, beziehungsweise handeln, in einer Gruppe anders als allein.

Verhalten in der Gruppe

Gruppenzwang oder Konformitätsdruck, ist eine Veränderung des Verhaltens oder der Einstellung einer einzelnen Person aufgrund des Drucks von einer Gruppe. Dies gilt eher für Stresssituationen, wo niemand der Gruppe von außen hilft. Häufig ist die Veränderung nur in der Gruppe zu beobachten. Außerhalb der Gruppe wird oft die normale Einstellung oder das normale Verhalten gezeigt.

Aus der Forschung:
Im Experiment von Sherif zum autokinetischen Phänomen wird ein Punkt mehrmals auf eine Wand projiziert. Die Versuchspersonen müssen einschätzen wie weit sich der Punkt von der vorherigen Position entfernt, ohne eine objektive Skala oder einen Bezugspunkt zu haben. In Wirklichkeit bleibt der Punkt immer an der gleichen Stelle. Whyte lässt einzelne Versuchspersonen die Entfernung mehrmals schätzen. Die Versuchsperson hat nun eine eigene Norm aufgestellt. Sie bleibt ungefähr in dem gleichen Bereich, zum Beispiel immer 8-10 inch. Wenn die Versuchsperson nun in der Gruppe die Entfernung des Punktes von der vorherigen Position bestimmen muss, gleichen sich die Normen der Gruppe und der einzelnen Versuchsperson an.
Dieses Experiment lässt sich auch ausgezeichnet auf den gruppendynamischen Prozess zwischen Vortragendem und Zuhörern übertragen. Sobald der Vortragende eine These aufstellt, wird diese rege innerhalb der Gruppe der Zuhörenden diskutiert. So werden die einzelnen Standpunkte der Person immer mehr zu einer einzigen Aussage der Gruppe.