Spatz vor Katze gerettet

Mein Kater schleppt zweimal denselben jungen Spatz an – und ich werde zum Vogelretter. Die Geschichte von 2008 und was du heute bei einem Katzenopfer tun solltest.

11–16 Minuten

Schöne Bescherung! Gerade hatte ich mich noch über die Zecken aufgeregt, die meinen Kater im Mai 2008 fast täglich heimsuchten. Und dann konnte ich mich gleich über den Kater selbst aufregen: Er brachte einen jungen Spatz an. Nicht einmal, nein, gleich zweimal. So begann mein „Spatzsitting“ – hier erzähle ich, wie es losging, und was du heute in so einer Situation besser machen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Vogel aus dem Katzenmaul gehört immer zum Fachmann, auch wenn er unverletzt aussieht.
  • Katzenspeichel enthält Bakterien, die Vögel innerhalb kurzer Zeit töten können. Oft hilft nur ein Antibiotikum.
  • Befiederte Jungvögel ohne Katzenkontakt (Ästlinge) bleiben dort, wo sie sind. Die Eltern füttern weiter.
  • Hilfe findest du bei Wildvogelstationen, vogelkundigen Tierärzten und den Naturschutzverbänden. Ruf vorher an.

Wie alles anfing

Gegen 16 Uhr kam der Kater zum ersten Mal mit dem Kleinen im Maul an. Spatz raus aus dem Maul, begutachtet und für gut befunden. Ich habe ihn ganz weit oben ausgesetzt und dachte: aus den Augen, aus dem Sinn.

Um 18.30 Uhr stand der Kater wieder vor mir. Mit demselben Spatz. Grrr. Diesmal sah der Kleine halbtot aus. Er bewegte sich nicht mehr und machte keinen Mucks.

Erst ins Internet, dann zum Tierarzt

Was tun? Klar, zuallererst im Internet stöbern. Dabei habe ich herausgefunden, dass der Speichel von Katzen die Spatzen mit ganz gefährlichen Bakterien infizieren kann. Also auf zum Tierarzt.

Der wollte mir für den kleinen Kerl allerdings nichts geben. Er sei noch zu klein, das Risiko bei der Dosierung zu hoch. Er hat ihn aber noch einmal komplett abgetastet, für gut befunden, und dann ging es wieder ab nach Hause. Mit auf den Weg gab er mir: In zwei Wochen kann er fliegen. Ich hoffte ehrlich gesagt, dass es nicht ganz so lange dauert.

Zu Hause saß er dann vor mir, der kleine Scheißer – liebevoll gemeint. Ganz ehrlich: In diesem Moment war ich so genervt, dass ich am liebsten alles hingeschmissen hätte. Aber ihn einfach aufgeben? Brachte ich nicht übers Herz. Also bin ich los und habe Maden gesucht. Wie das mit dem Füttern lief, erzähle ich weiter unten, danach folgt die Namenssuche.

Der nächste Tag: Spatz füttern

Nachdem mein Kater den kleinen Spatz zweimal angeschleppt und der Tierarzt ihn für gesund erklärt hatte, kam die nächste Herausforderung: Der Kleine musste fressen. So lief das am 29. Mai 2008.

Blattläuse statt Maden

Mit den Maden und Würmern hat es leider nicht geklappt, ich habe einfach keine gefunden. Was es aber gab, waren Blattläuse. Nach einer weiteren Runde Internetrecherche sollten Blattläuse ja eine Delikatesse für Spatzen sein. Nur wusste das meiner nicht.

So richtig wollte er sie nicht. Er musste aber, ich habe nicht lockergelassen. Die Flecken auf meinem Handschuh waren übrigens Blattläuse. Keine Angst, der Vogel hat die Prozedur überlebt.

Die Sache mit dem Schnabel

Das größte Problem war der Schnabel. Man will dem Vogel ja nicht wehtun. Die ersten 30 Minuten wollte es gar nicht klappen, aber mit der Zeit hatte ich den Dreh raus. So bin ich damals vorgegangen:

  1. Den Spatz in eine Hand legen und mit Handballen, kleinem Finger, Ringfinger und Mittelfinger festhalten. Daumen und Zeigefinger braucht man noch.
  2. Mit der anderen Hand per Fingernagel vorsichtig einen kleinen Spalt in den Schnabel bringen. Irgendwann gelang das dann auch.
  3. Den Spalt mit dem Fingernagel weiter öffnen und mit Daumen und Zeigefinger die Öffnung halten.
  4. Jetzt füttern.

Interessant ist, dass die Wildvogelhilfe heute einen ganz ähnlichen Griff beschreibt – allerdings nur als Notlösung, wenn ein Vogel aus Angst oder Schwäche nicht von selbst den Schnabel aufreißt. Fachleute sprechen dann von Zwangsfütterung. Dabei gilt: Der Schnabel junger Vögel ist noch weich, also ganz behutsam vorgehen. Das Futter gehört weit hinten in den Rachen und wird mit einer stumpfen Pinzette eingegeben, nicht mit den Fingern. Und der Vogel darf beim Fressen nie auf dem Rücken liegen.

Normalerweise sperren gesunde Jungvögel, sobald sie Hunger haben: Sie reißen den Schnabel weit auf und betteln. Manche lassen sich dazu animieren, indem man das Ersatznest leicht bewegt, so als würde ein Elternvogel landen. Ein Vogel, der gar nicht sperrt, ist oft gestresst oder geschwächt. Auch das ist ein Grund, ihn Fachleuten zu überlassen.

Was junge Spatzen wirklich fressen

Mit den Blattläusen lag ich gar nicht so falsch. Erwachsene Spatzen fressen zwar vor allem Körner und Samen, ihre Jungen ziehen sie aber mit tierischer Kost groß: Raupen, kleine oder zerkleinerte Insekten und deren Larven. Erst mit der Zeit kommen mehr Sämereien dazu. Blattläuse sind also das richtige Prinzip, nur winzig und mühsam. Fachleute setzen bei jungen Spatzen zum Beispiel frische Futterinsekten wie Heimchen aus dem Zoohandel ein.

FutterGeeignet?Warum
Frische Futterinsekten, zerkleinertjaentspricht der natürlichen Nestlingsnahrung
Brot, Zwieback, Haferflockenneinzu wenig tierisches Eiweiß, bei Spatzen drohen tödliche Verdauungsprobleme
Milch und MilchprodukteneinVögel sind keine Säugetiere, Milch gehört nicht auf ihren Speiseplan
Regenwürmerneinnur für ältere Drosseln und Stare geeignet, nicht für Spatzen
Getrocknete Insekten, Eifutternicht auf Dauerüber Wochen gefüttert drohen schwere Gefiederschäden

Dazu kommt der Aufwand. Kleine Nestlinge müssen tagsüber etwa alle 30 bis 45 Minuten gefüttert werden. Das ist kein Hobby für nebenbei, sondern ein Vollzeitjob – erst recht neben einer Diplomarbeit.

Wasser mit der Spritze – lieber nicht

Mit dem Wasser war es einfacher als mit dem Futter, dachte ich. Eine kleine Spritze war da ungemein hilfreich. Aus heutiger Sicht war das der riskanteste Teil der ganzen Aktion, auch wenn es zum Glück gut gegangen ist.

Vögel atmen durch eine Öffnung direkt hinter der Zunge. Landet dort Wasser, kann der Vogel daran ersticken. Der NABU warnt deshalb ausdrücklich davor, Wasser in den Schnabel zu geben. Jungvögel bekommen ihre Flüssigkeit normalerweise über das feuchte Futter. Wenn überhaupt, wird Wasser nur tropfenweise am Schnabelrand angeboten, und das sollten Leute machen, die es gelernt haben.

Kein Wasser und kein Brot

Wenn du einen Jungvogel findest, gib ihm bis zur Übergabe an Fachleute weder Futter noch Wasser. Vor allem kein Wasser in den Schnabel, keine Milch und kein Brot. Falsche Fütterung ist für einen Jungvogel gefährlicher als eine kurze Wartezeit bis zur Übergabe.

Eine neue Unterkunft

Irgendwann habe ich dem Kleinen einen Ortswechsel gegönnt. Eine Pappschachtel kam mir nicht wirklich wie das Wahre vor, also zog er in eine größere Behausung aus durchsichtigem Kunststoff. Ob das so gut war, wusste ich damals nicht. Ich hoffte vor allem, dass ich den Vogel nicht für immer behalten muss.

Ironischerweise war die Pappschachtel gar keine schlechte Idee. Fachleute empfehlen für Jungvögel genau so etwas: einen Karton mit Luftlöchern, ausgelegt mit Küchenpapier, darin ein aus einem Handtuch geformtes Ersatznest, das den Vogel seitlich stützt. Dazu Ruhe und gedämpftes Licht. Ein durchsichtiger Behälter bedeutet dagegen eher Stress, weil der Vogel jede Bewegung im Raum mitbekommt. Watte oder fusselige Stoffe gehören nicht hinein, weil sich die feinen Fäden um Beine und Zehen wickeln können.

Männchen oder Weibchen?

Abends pennte er dann. Falls er die Nacht überlebt, sollte es einen Namen geben, und ich hatte gleich zwei Fragen an meine Leser: Gibt es Vorschläge? Und woran erkenne ich, ob es ein Männchen oder ein Weibchen ist?

Die zweite Frage kann ich heute beantworten: bei einem so jungen Spatz gar nicht. Jungvögel sehen alle aus wie die Weibchen, nur etwas heller, mit gelblichen Schnabelrändern. Erst mit der Jugendmauser, die mit etwa sechs bis acht Wochen beginnt, bekommen die Männchen ihr typisches Kleid mit grauem Scheitel und schwarzem Kehlfleck. Bis dahin ist jeder Name ein Unisex-Name. Wie es mit der Namenssuche weiterging, liest du im nächsten Abschnitt.

Er hat die Nacht überlebt

Am 30. Mai 2008 wirkte mein kleiner Spatz munterer denn je. Zeit für einen richtigen Namen und für die Frage, wie es für so einen Vogel eigentlich weitergeht.

Ein Name muss her

Von ihm – oder ihr – hatte ich sogar noch ein Foto, aufgenommen nach der ersten Kater-Attacke und vor der zweiten.

Damals habe ich meine Leser um Hilfe gebeten: Fällt jemandem ein Name ein? Das mag ein wenig kindisch wirken. Aber wenn man so ein kleines Wesen schon in Pflege hat, will man es auch irgendwie ansprechen können. Ob Männchen oder Weibchen, ließ sich bei dem jungen Ding ohnehin noch nicht erkennen. Ein Unisex-Name wäre also die sichere Wahl gewesen.

Warum Aussetzen keine Option war

Einfach wieder aussetzen ging nicht. Bei den Katzen in der Umgebung wäre der Kleine innerhalb der nächsten 30 Minuten gefressen worden. Diese Einschätzung war richtig: Ein Jungvogel, der noch nicht fliegen kann und schon zweimal im Katzenmaul war, hat draußen kaum eine Chance. Dazu kommt das Infektionsrisiko durch den Katzenspeichel, das ich in Teil 1 erklärt habe.

Genau für solche Fälle gibt es Wildvogelstationen. Sie übernehmen Vögel, die draußen (noch) nicht allein zurechtkommen, päppeln sie auf und wildern sie aus, wenn sie so weit sind. Aus heutiger Sicht wäre der Kleine dort vermutlich am besten aufgehoben gewesen.

Ein Name ist okay – aber bitte keine Freundschaft fürs Leben

So niedlich ein Name ist: Bei Wildvögeln gilt es, eine Grenze zu ziehen. Wer einen Jungvogel allein von Hand aufzieht, riskiert, dass er sich auf Menschen prägt. Ein fehlgeprägter Vogel sucht später die Nähe von Menschen statt von Artgenossen, findet schwer einen Partner und gerät leichter in Gefahr.

Fachleute raten deshalb:

  • Den Vogel so wenig wie möglich anfassen. Jeder Kontakt ist für ein Wildtier Stress.
  • Nicht mit ihm reden. Klingt hart, verhindert aber, dass er sich an menschliche Stimmen gewöhnt. Bei Rabenvögeln ist das besonders wichtig.
  • Ruhe und gedämpftes Licht. Ein Platz mitten im Wohnzimmer ist für einen Wildvogel purer Stress.

Spatzen sind zudem ausgesprochen gesellige Vögel, die gern in Gruppen brüten und unterwegs sind. Wildvogelstationen ziehen Jungvögel nach Möglichkeit mit Artgenossen auf. Das kann kein noch so liebevoller Pfleger zu Hause ersetzen.

Der Weg zurück in die Freiheit

Schon im zweiten Teil hatte ich geschrieben, dass ich hoffe, den Vogel nicht für immer behalten zu müssen. Erlaubt wäre das ohnehin nicht gewesen. Das Bundesnaturschutzgesetz gestattet zwar, verletzte, kranke oder hilflose Wildtiere vorübergehend aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen. Sobald sie sich selbst versorgen können, müssen sie aber wieder freigelassen werden. Ein Spatz ist kein Haustier.

Wie schnell das gehen kann, zeigt der Blick in die Natur. Junge Spatzen bleiben meist rund zwei Wochen im Nest und können beim Ausfliegen schon gut fliegen. Nach weiteren sieben bis zehn Tagen sind sie in der Regel selbstständig. Bei einem gepäppelten Vogel läuft die Auswilderung in Schritten ab:

  1. Der Vogel frisst selbstständig aus einer flachen Schale und macht erste Flugversuche.
  2. Futter und Wasser werden ihm nur noch in Schalen angeboten.
  3. Die Unterkunft kommt nach draußen an einen geschützten Platz, damit er sich an Umgebung und Wetter gewöhnt.
  4. Dann darf er selbst entscheiden, wann er geht – am besten an einem Ort ohne Katzen in direkter Nähe, wo auch andere Spatzen unterwegs sind.

Wo du heute Hilfe findest

Eine Liste von Auffangstationen, sortiert nach Postleitzahlen, findest du bei der Wildvogelhilfe. Der NABU und in Bayern der LBV bieten Naturtelefone und Infoblätter zum Thema „Jungvogel gefunden“. Ruf vor der Übergabe immer an, denn viele Stationen arbeiten ehrenamtlich und sind in der Brutsaison schnell voll.

Was ich damals richtig gemacht habe

Aus heutiger Sicht war vieles an meinem Bauchgefühl gar nicht so verkehrt. Beim ersten Mal habe ich den Spatz erhöht abgesetzt, statt ihn mitzunehmen. Ganz ähnlich raten auch Fachleute, wenn ein Jungvogel in akuter Gefahr sitzt: in Hörweite der Eltern in Deckung bringen, etwa in ein dichtes Gebüsch oder eine Astgabel, nicht weiter als rund 20 Meter vom Fundort entfernt. Gegen einen entschlossenen Kater hilft das allerdings nur bedingt, wie ich zweieinhalb Stunden später feststellen durfte.

Und auch meine Internetrecherche lag richtig. Katzen tragen im Maul Bakterien, vor allem sogenannte Pasteurellen. Für kleine Vögel sind sie lebensgefährlich. Laut Wildvogelhilfe genügt schon der kleinste Kratzer in der Haut, eine sichtbare Wunde muss es gar nicht sein. Unbehandelt kann so eine Infektion einen Vogel oft schon innerhalb von rund 48 Stunden töten. Der Weg zum Tierarzt war also genau richtig.

Was man heute anders machen würde

Den Tierarzt würde ich niemandem vorwerfen. Viele Praxen behandeln vor allem Hunde und Katzen und haben mit winzigen Wildvögeln kaum Erfahrung. Genau da liegt aber der wichtigste Unterschied zu heute: Bei einem Katzenopfer würde ich mich direkt an eine Wildvogelstation oder einen vogelkundigen Tierarzt wenden. Dort weiß man, wie man auch einem Spatz ein Antibiotikum in passender Menge verabreicht.

Hilfreich sind dafür heute:

Ruf vorher an. Viele Stationen arbeiten ehrenamtlich und sind in der Brutzeit oft am Limit. Auch Tierärzte solltest du vorab fragen, ob sie Wildvögel behandeln.

Katzenopfer immer zum Fachmann

Auch wenn der Vogel nach dem Katzenkontakt munter wirkt: Bring ihn so schnell wie möglich zu einer Wildvogelstation oder einem vogelkundigen Tierarzt. Bis dahin gehört er in einen Karton mit Luftlöchern, an einen ruhigen, dunklen und warmen Ort. Gib ihm kein Futter und vor allem kein Wasser in den Schnabel, er könnte daran ersticken.

Ästling oder Nestling? Nicht jeder Jungvogel braucht Hilfe

Mein Spatz war ein Sonderfall, weil der Kater ihn erwischt hatte. Viel häufiger findet man im Frühsommer junge Vögel, die scheinbar hilflos am Boden hocken. Dann lohnt sich ein genauer Blick:

  • Ästlinge sind schon befiedert, können hüpfen und sich festklammern, aber noch nicht richtig fliegen. Sie verlassen das Nest, bevor sie richtig fliegen können, und werden von den Eltern weiter gefüttert. NABU und LBV raten: Lass den Vogel, wo er ist, und beobachte ihn aus der Entfernung eine bis zwei Stunden lang. Die Eltern kommen meist zurück.
  • Nestlinge sind nackt oder nur mit Flaum und Federkielen bedeckt. Sie gehören ins Nest. Wenn du es findest und erreichst, setz den Vogel einfach zurück. Dass die Eltern ihn wegen des Menschengeruchs verstoßen, ist ein Märchen.
  • Verletzt, nass und unterkühlt oder eindeutig verlassen? Dann braucht der Vogel Hilfe von Fachleuten.

Ob mein Spatz damals Ästling oder Nestling war, kann ich heute ohne die alten Fotos nicht mehr sicher sagen. Der Katzenkontakt hat die Frage aber ohnehin entschieden.

Was das Gesetz sagt

Wildvögel dürfen nach dem Bundesnaturschutzgesetz grundsätzlich nicht einfach mitgenommen werden. Eine Ausnahme gilt für verletzte, kranke oder hilflose Tiere: Du darfst sie vorübergehend aufnehmen, um sie gesund zu pflegen. Sobald sie sich selbst versorgen können, müssen sie wieder in die Freiheit.

Katzen und Jungvögel

Mein Kater hat damals nur getan, was Katzen nun einmal tun. Wer selbst eine Freigänger-Katze hat, kann aber einiges für die Vögel in der Nachbarschaft tun. Der LBV empfiehlt, die Katze in der Zeit, in der die Jungvögel flügge werden, für ein paar Tage im Haus zu lassen, zumindest morgens und abends. Gerade dann sind die Kleinen am Boden unterwegs und besonders gefährdet. Wie es zugeht, wenn Katzen ihr Revier verteidigen, habe ich übrigens ein paar Monate später im Krieg der Katzen festgehalten.

Mein Fazit

Ich war genervt, ratlos und hatte keine Ahnung von Vögeln, aber der Kleine war mir nicht egal. Das Wichtigste habe ich instinktiv richtig gemacht: schnell reagiert und Hilfe gesucht. Heute würde ich ihn direkt zu einer Wildvogelstation bringen, weil die bei Katzenopfern einfach mehr ausrichten kann als jeder gut gemeinte Laie.

Kommentare

9 Kommentare zu „Spatz vor Katze gerettet“

  1. Avatar von Mike

    Hallo Patrick,
    ich würde den kleinen Kerl nicht in ein durchsichtigen Käfig setzen, da en garantiert gegen die Scheibe fliegt. Falls mit dem Füttern gar nichts klappt, kannst du Dir Beo Perlen holen, gibt es im Tiergeschäft und diese in Wasser aufweichen, wenn sie richtig schön weich sind in eine Spritze geben (natürlich ohne Metallnadel) und dann den kleinen mit kleinen Häppchen füttern.

  2. Avatar von Patrick

    Hey Danke Mike für die Tipps. Das mit dem Käfig ist mir auch aufgefallen. Gestern war er vermutlich noch zu fertig, um einen Fluchtversuch zu unternehmen. Heute pochte er wie wild gegen die Scheiben, habe nun erstmal Zeitungspapier an die Wände gedrückt. Muss mal sehen, ob ich mir irgendwoher einen Käfig leihen kann. Das mit den Beoperlen ist ein guter Tip! Werd mir davon gleich mal etwas besorgen. Bis jetzt gab es erstmal noch Blattläuse und gekochtes Ei.

  3. Avatar von Patrick
    Patrick

    So, die ganze Aktion hat sich nun mittlerweile erledigt. Komme gerade von einem 2 stündigen Ausflug zurück und seh den kleinen Scheißer da liegen. Mist. An seinem Schnabel hing geronnenes Blut. 🙁 Einen Versuch war es wert.

  4. Avatar von vin
    vin

    so ist das Leben…

  5. Avatar von Catarina
    Catarina

    hallo….

    also mein spatz (oscar) hat auch beoperlen bekommen, aufgequollen in wasser und mit eriner einwegspritze gegeben, versuch mal vor dem vogel nen bissl hin und her zu “fuchteln“, dann macht er den schnabel von alleine auf, ist ein reflex weil er denkt die mutter käme geflogen 🙂

    heute frisst er mit vorliebe kolbenhirse und vogelbisquits.

    leider sind sämtlich auswilderungsversuche gescheitert. oscar kommt immer wieder, naja jetzt wohnt er halt bei uns 🙂

    viel glück noch mit deinem spatz..

    liebe grüße

  6. Avatar von admin
    admin

    Ich danke Dir für deinen Zuspruch. Leider ist der Spatz 2 Tage später durch innere Verletzungen gestorben. Mit dem Futter wedeln hatte ich versucht, dies hatter einfach gekonnt ignoriert.

  7. Avatar von Catarina
    Catarina

    ohh das tut mir leid…. der arme spatz….. naja ich bin mir sicher, du hast alles versucht 🙂

    liebe grüße, catarina.

  8. Avatar von Mike

    Hallo Patrick,
    tut mir leid, dass der kleine gestorben ist, aber bedenke ohne Deinen Versuch Ihn aufzuziehen wäre er auch sowieso gestorben. Es ist manchmal halt nicht so einfach kleine Vögel groß zu bekommen. Wir hatten bei uns auch schon einige, die munter waren und wir dachten die bekommen wir durch, aber am nächsten Morgen waren sie tot, aus unersichtlichem Grund.
    Gruß
    Mike

  9. Avatar von Patrick
    Patrick

    Naja, traurig war es ja schon… Zumindest bin ich nun um eine Erfahrung reicher.

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