Ein Umzug steht bevor, sperrige Möbel müssen transportiert werden – und plötzlich stellt sich die Frage: Wie kompliziert und teuer ist es eigentlich, einen LKW zu mieten? Die gute Nachricht vorweg: LKW mieten ist heute deutlich unkomplizierter und günstiger als viele denken. Mit attraktiven Tagesangeboten ab 19 Euro und flexiblen Kilometer-Paketen bieten moderne Autovermietungen praktische Lösungen für Privatpersonen. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige rund um die LKW-Miete – von den Führerschein-Voraussetzungen über Kosten und Anbieter bis hin zu wertvollen Praxis-Tipps für Ihre erste Fahrt mit einem Transporter.
Warum LKW mieten heute einfacher ist als je zuvor
Die Zeiten, in denen LKW-Vermietung ausschließlich Gewerbetreibenden vorbehalten war, sind längst vorbei. Heute bieten zahlreiche Anbieter wie Sixt, Europcar, Buchbinder oder spezialisierte Umzugsverleiher flexible Mietoptionen für Privatpersonen an. Besonders attraktiv sind die regelmäßigen Aktionsangebote: Transporter gibt es bereits ab 19 Euro pro Tag – ein Preis, der die Beauftragung eines professionellen Umzugsunternehmens für kleinere Umzüge oft überflüssig macht.
Der große Vorteil der modernen LKW-Vermietung liegt in der Flexibilität. Sie können zwischen verschiedenen Fahrzeuggrößen wählen – vom kompakten Sprinter bis zum 7,5-Tonner – und Ihr Mietpaket individuell zusammenstellen. Die Online-Buchung macht die Reservierung zum Kinderspiel, und mit den richtigen Tipps wird auch die erste Fahrt mit einem größeren Transporter zu einer entspannten Angelegenheit.
Wichtige Vorteile auf einen Blick
- Kostengünstig: Tagesmieten ab 19 Euro bei Aktionsangeboten
- Flexibel: Verschiedene Fahrzeuggrößen und Mietdauern
- Unkompliziert: Online-Buchung in wenigen Minuten
- Verfügbar: Zahlreiche Stationen in allen größeren Städten
- Transparent: Klare Preisstrukturen ohne versteckte Kosten
Welchen Führerschein braucht man zum LKW mieten?
Eine der häufigsten Fragen beim Thema LKW-Miete betrifft die Führerschein-Anforderungen. Die gute Nachricht: Für die meisten Umzugstransporter reicht der normale PKW-Führerschein der Klasse B vollkommen aus. Hier die wichtigsten Fakten zur Führerschein-Regelung:
Führerscheinklasse B (normaler PKW-Führerschein)
Mit dem Standard-Führerschein der Klasse B, den die meisten Autofahrer besitzen, dürfen Sie Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen führen. Das umfasst:
- Kompakte Transporter wie VW Caddy oder Ford Transit Connect
- Standard-Sprinter wie Mercedes Sprinter oder Ford Transit
- Größere Kastenwagen mit bis zu 20 Kubikmetern Laderaum
- Fahrzeuge mit Anhänger (Gesamtgewicht max. 4,25 Tonnen)
Führerscheinklasse C1 (für größere Transporter)
Für LKW zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht benötigen Sie die Führerscheinklasse C1. Diese Klasse ist in älteren Führerscheinen (vor 1999) oft automatisch enthalten.
Besonderheiten bei alten Führerscheinen:
- Führerscheine der Klasse 3 (ausgestellt vor 1999) beinhalten meist die Berechtigung für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen
- Diese Berechtigung bleibt beim Umtausch in den EU-Kartenführerschein erhalten
- Prüfen Sie auf Ihrem Führerschein die eingetragenen Klassen
Führerscheinklasse C (für schwere LKW)
Für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen ist die Führerscheinklasse C erforderlich. Diese wird oft von der Bundeswehr, Speditionen oder in speziellen Fahrschulen ausgebildet. Für private Umzüge sind solch große Fahrzeuge jedoch nur selten notwendig.
Wichtige Hinweise zur Führerschein-Gültigkeit
Achtung: Auch wenn Sie die entsprechende Führerscheinklasse besitzen, sollten Sie folgende Punkte beachten:
- Manche Vermieter setzen ein Mindestalter von 21 oder 23 Jahren voraus
- Die Führerschein-Besitzdauer sollte mindestens 1-2 Jahre betragen
- Bei längerer Fahrpause kann ein Auffrischungskurs sinnvoll sein
- Der Führerschein muss am Miettag gültig und physisch vorhanden sein
Was kostet LKW mieten? Aktuelle Preise 2024
Die Kosten für eine LKW-Miete variieren je nach Anbieter, Fahrzeuggröße, Mietdauer und inkludierten Kilometern erheblich. Um Ihnen einen realistischen Überblick zu geben, haben wir die aktuellen Preise der wichtigsten Anbieter zusammengestellt:
Budget-Angebote
Leistungen:
- Kleinere Transporter (bis 10 m³)
- 24 Stunden Mietdauer
- 50-100 km inklusive
- Meist Aktionsangebote
- Begrenzter Versicherungsschutz
Standard-Pakete
Leistungen:
- Mittelgroße Transporter (10-15 m³)
- 24 Stunden Mietdauer
- 100-150 km inklusive
- Standardversicherung
- Ganzjährig verfügbar
Premium-Optionen
Leistungen:
- Große Transporter (bis 20 m³)
- 24 Stunden oder länger
- 200+ km inklusive
- Vollkaskoversicherung
- Neuere Fahrzeugmodelle
Zusatzkosten beachten
Neben dem Grundpreis sollten Sie folgende zusätzliche Kosten einkalkulieren:
| Kostenposition | Preis | Hinweise |
|---|---|---|
| Zusatzkilometer | 0,25-0,49 €/km | Bei Überschreitung des Inklusiv-Pakets |
| Vollkaskoversicherung | 15-30 €/Tag | Reduziert Selbstbeteiligung auf 0 € |
| Jungfahrerzuschlag | 10-25 €/Tag | Für Fahrer unter 25 Jahren |
| Zusatzfahrer | 5-15 €/Tag | Pro weiterem eingetragenem Fahrer |
| Einwegmiete | 50-150 € | Bei Rückgabe an anderem Standort |
| Ausstattung (Sackkarre, Decken) | 5-20 € | Hilfsmittel für den Transport |
| Kraftstoff | Variable | Fahrzeug vollgetankt zurückgeben |
Sparpotenzial: So finden Sie das beste Angebot
Praktische Spartipps
- Frühzeitig buchen: 2-4 Wochen im Voraus sichern oft bessere Preise
- Aktionsangebote nutzen: Besonders unter der Woche und außerhalb der Umzugssaison (Sommer)
- Kilometer realistisch planen: Zu viele Inklusiv-Kilometer kosten unnötig, zu wenige werden teuer nachberechnet
- Versicherungsschutz vergleichen: Manchmal ist die eigene Kfz-Versicherung günstiger
- Wochenendtarife beachten: Viele Anbieter haben spezielle Freitag-bis-Montag-Pakete
- Preisvergleich durchführen: Online-Vergleichsportale zeigen die günstigsten Angebote
Die besten Anbieter für LKW-Vermietung im Vergleich
Der deutsche Markt bietet eine Vielzahl von Anbietern für LKW-Vermietung. Hier ein Überblick über die wichtigsten Player und ihre Besonderheiten:
🚗 Sixt
Stärken:
- Große Flotte und viele Stationen
- Regelmäßige Aktionspreise ab 19 €
- Moderne Fahrzeuge
- Flexible Online-Buchung
Ideal für: Kurzfristige Buchungen, Aktionsschnäppchen
🚚 Buchbinder
Stärken:
- Spezialisiert auf Nutzfahrzeuge
- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Inklusiv-Kilometer oft großzügiger
- Kompetente Beratung
Ideal für: Umzüge mit höherem Kilometerbedarf
🛻 Baumarkt-Vermietungen
Anbieter: Bauhaus, OBI, Hornbach
- Sehr günstige Stundenpreise
- Kurze Mietzeiten (ab 1 Stunde)
- Direkt zum Materialtransport
- Begrenzte Verfügbarkeit
Ideal für: Kurzstrecken, Materialtransporte
🔧 Lokale Autovermietungen
Stärken:
- Persönliche Beratung
- Flexible Absprachen möglich
- Oft günstigere Preise
- Kulanter bei Überschreitungen
Ideal für: Längere Mietzeiten, spezielle Anforderungen
Worauf Sie bei der Anbieter-Auswahl achten sollten
Bei der Wahl des richtigen Vermieters spielen nicht nur die Kosten eine Rolle. Folgende Kriterien sollten Sie in Ihre Entscheidung einbeziehen:
- Verfügbarkeit: Gibt es eine Station in Ihrer Nähe? Wie sind die Öffnungszeiten?
- Fahrzeugzustand: Wie alt ist die Flotte durchschnittlich? Bewertungen anderer Kunden lesen!
- Versicherungsbedingungen: Wie hoch ist die Selbstbeteiligung? Was ist abgedeckt?
- Transparenz: Werden alle Kosten klar kommuniziert? Gibt es versteckte Gebühren?
- Service: Wie ist die Erreichbarkeit bei Problemen? Gibt es eine Notfall-Hotline?
- Zusatzleistungen: Werden Umzugshilfen (Decken, Gurte, Sackkarren) angeboten?
Praktische Tipps: So meistern Sie Ihre erste LKW-Fahrt
Wenn Sie längere Zeit keinen LKW mehr gefahren sind oder das erste Mal einen größeren Transporter steuern, können die ersten Kilometer durchaus herausfordernd sein. Mit den richtigen Vorbereitungen und etwas Übung wird die Fahrt jedoch schnell zur Routine.
Vor der ersten Fahrt: Eingewöhnung
Nehmen Sie sich Zeit für die Eingewöhnung! Planen Sie mindestens 15-20 Minuten auf dem Gelände der Vermietstation ein, um sich mit dem Fahrzeug vertraut zu machen.
Wichtige Checks vor Fahrtantritt
- Spiegel richtig einstellen (deutlich größere Außenmaße beachten)
- Sitz und Lenkrad auf Ihre Körpergröße anpassen
- Fahrzeugabmessungen notieren (Höhe, Breite, Länge)
- Gangschaltung ausprobieren (oft andere Schaltbilder als beim PKW)
- Leerfahrt durchführen, um Kupplungsweg und Bremsen kennenzulernen
- Rückfahrkamera und -sensoren testen (falls vorhanden)
- Notfallnummern im Handy speichern
Während der Fahrt: Die häufigsten Herausforderungen meistern
Anfahren und Kupplung
Die Kupplung bei LKW und größeren Transportern kommt in der Regel deutlich früher als bei einem PKW. Das bedeutet:
- Langsamer und gefühlvoller auskuppeln
- Den Schleifpunkt früher erwarten
- Bei den ersten Anfahrvorgängen mehr Gas geben als gewohnt
- An Steigungen besonders aufmerksam sein
Erfahrungswert: Die ersten 10 Kilometer sind tatsächlich die holprigsten. Nach dieser Eingewöhnungsphase haben die meisten Fahrer den Dreh raus.
Breite und Länge richtig einschätzen
Ein Transporter ist deutlich breiter und länger als ein normaler PKW. Beachten Sie:
- Seitenabstand großzügiger einplanen (ca. 50 cm mehr als beim PKW)
- Bei Spurwechseln längere Strecken zum Einscheren benötigen
- Kurven weiter ausfahren, um mit dem Heck nicht anzuecken
- In engen Straßen notfalls anhalten und Situation zu Fuß prüfen
- Parkhäuser mit Höhenbegrenzung meiden (Fahrzeughöhe kennen!)
Geschwindigkeit und Bremsweg
Ein beladener Transporter verhält sich völlig anders als ein PKW:
- Höheres Gewicht: Der Bremsweg verlängert sich erheblich
- Höherer Schwerpunkt: Das Fahrzeug neigt stärker in Kurven
- Geschwindigkeitsbegrenzungen: Für LKW über 3,5 Tonnen gelten oft reduzierte Limits (innerorts 50 km/h, außerorts 80 km/h, Autobahn 80-100 km/h je nach Gewicht)
- Windanfälligkeit: Besonders bei Seitenwind spürbar mehr Lenkarbeit erforderlich
Praxis-Tipp: Fahren Sie entspannt und planen Sie mehr Zeit ein. Mit 80 km/h auf der Autobahn mag es zunächst „erbärmlich langsam“ erscheinen, dafür fahren Sie stressfrei und sicher ans Ziel. Der Nebeneffekt: Sie nehmen tatsächlich mehr von der Landschaft wahr!
Rangieren und Rückwärtsfahren
Das Rangieren mit einem großen Transporter ist für viele die größte Herausforderung:
Hilfreiche Techniken
- Einweiser organisieren: Bei schwierigen Manövern unbedingt eine zweite Person zur Hilfe nehmen
- Langsam fahren: Schrittgeschwindigkeit gibt Ihnen Zeit zum Reagieren
- Spiegel nutzen: Die Außenspiegel sind Ihre besten Freunde – ständig kontrollieren
- Mehrere Züge einplanen: Lieber dreimal vor- und zurücksetzen als riskante Manöver
- Rückfahrkamera: Wenn vorhanden, nutzen – aber nicht ausschließlich darauf verlassen
Vorsicht vor Kollateralschäden! Die meisten Schäden bei Mietfahrzeugen entstehen beim Rangieren. Nehmen Sie sich Zeit und scheuen Sie sich nicht, im Zweifelsfall einen besseren Parkplatz zu suchen.
Planung ist alles: Checkliste für einen erfolgreichen Umzug
Damit Ihr Umzug oder Transport reibungslos verläuft, sollten Sie systematisch vorgehen. Hier eine umfassende Checkliste:
2-4 Wochen vor der Miete
- Fahrzeuggröße ermitteln (Umzugsrechner nutzen)
- Kilometer schätzen (mit Puffer rechnen)
- Angebote verschiedener Anbieter einholen
- Führerschein auf Gültigkeit prüfen
- Eventuelle Halteverbotszone beantragen
- Helfer organisieren
- Umzugsmaterial besorgen (Kartons, Decken, Gurte)
1 Woche vor der Miete
- Buchungsbestätigung prüfen
- Abholzeit und -ort notieren
- Route planen (Höhenbeschränkungen beachten!)
- Parkplatz am Zielort prüfen
- Transportgut vorbereiten und verpacken
- Ladungssicherung planen
Am Abholtag
- Führerschein und Personalausweis mitbringen
- Kaution/Kreditkarte bereithalten
- Fahrzeug gemeinsam mit Vermieter auf Schäden prüfen
- Vorhandene Schäden fotografieren und protokollieren
- Tankfüllung notieren
- Einweisung in die Bedienung erhalten
- Notfallnummern notieren
Während der Nutzung
- Fahrzeug niemals unverschlossen lassen
- Ladung ordnungsgemäß sichern (Zurrgurte nutzen)
- Schwere Gegenstände unten, leichte oben platzieren
- Regelmäßige Pausen einlegen
- Ladungssicherung nach jedem Halt prüfen
- Kraftstoffstand im Auge behalten
Bei der Rückgabe
- Fahrzeug volltanken (Quittung aufbewahren)
- Innenraum grob säubern (Grobschmutz entfernen)
- Persönliche Gegenstände auf Vollständigkeit prüfen
- Gemeinsam mit Vermieter Fahrzeug begutachten
- Rückgabeprotokoll unterschreiben
- Bestätigung über Rückgabe erhalten
Versicherung und Haftung: Was Sie wissen müssen
Ein wichtiger Aspekt der LKW-Miete ist der Versicherungsschutz. Hier die wichtigsten Informationen:
Standard-Versicherungspaket
In der Regel ist im Mietpreis eine Basisversicherung enthalten:
- Haftpflichtversicherung: Deckt Schäden an Dritten (gesetzlich vorgeschrieben)
- Teilkaskoversicherung: Schützt gegen Diebstahl, Brand, Glasbruch, Naturereignisse
- Selbstbeteiligung: Meist zwischen 500 € und 1.500 € bei Unfallschäden am Mietfahrzeug
Zusätzliche Versicherungsoptionen
| Versicherung | Kosten | Vorteil |
|---|---|---|
| Vollkasko mit Selbstbeteiligung | 10-20 €/Tag | Reduzierte Selbstbeteiligung (z.B. 300 €) |
| Vollkasko ohne Selbstbeteiligung | 20-35 €/Tag | Kein Eigenanteil bei Schäden |
| Diebstahlschutz Premium | 5-10 €/Tag | Erweiterte Abdeckung bei Diebstahl |
| Glasversicherung | 3-8 €/Tag | Keine Selbstbeteiligung bei Glasschäden |
| Unterbodenversicherung | 5-10 €/Tag | Schutz vor Schäden am Unterboden |
Wann lohnt sich eine Vollkasko?
Eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung kann sinnvoll sein, wenn:
- Sie zum ersten Mal einen LKW fahren
- Die Strecke besonders anspruchsvoll ist (enge Gassen, schwieriges Gelände)
- Sie in einer Großstadt mit engem Verkehr unterwegs sind
- Die Mietdauer mehrere Tage beträgt
- Sie die finanzielle Sicherheit schätzen
Wichtig: Prüfen Sie vor Buchung einer Zusatzversicherung, ob Ihre private Kfz-Versicherung oder Kreditkarte bereits Schutz für Mietfahrzeuge bietet. Manche Kreditkarten inkludieren eine Mietwagen-Vollkaskoversicherung.
Häufige Fehler vermeiden
Aus den Erfahrungen vieler Mieter lassen sich einige typische Fehler identifizieren, die Sie vermeiden sollten:
Fahrzeug zu klein gewählt
Einer der häufigsten Fehler ist die Unterschätzung des benötigten Platzes. Wählen Sie im Zweifelsfall lieber eine Nummer größer – ein zweiter Trip kostet mehr Zeit, Nerven und oft auch Geld.
Kilometerpauschale zu knapp kalkuliert
Planen Sie realistisch und mit Puffer. Zusatzkilometer werden oft teuer nachberechnet (0,30-0,50 € pro km). Eine größere Inklusiv-Kilometerpauschale im Voraus zu buchen ist meist günstiger.
Mietdauer zu kurz angesetzt
Ein Umzug dauert fast immer länger als gedacht. Planen Sie ausreichend Zeit ein oder buchen Sie direkt einen zweiten Tag. Überschreitungen werden oft mit hohen Stundensätzen berechnet.
Höhe des Fahrzeugs vergessen
Viele Schäden entstehen durch zu niedrige Durchfahrten, Parkhauseinfahrten oder überhängende Äste. Notieren Sie sich die Fahrzeughöhe und behalten Sie diese immer im Kopf!
Ladungssicherung vernachlässigt
Eine schlecht gesicherte Ladung ist nicht nur gefährlich, sondern auch ordnungswidrig. Nutzen Sie Zurrgurte, Decken und Antirutschmatten. Bei einer Kontrolle oder einem Unfall drohen hohe Strafen.
Die goldenen Regeln der Ladungssicherung
- Schwere Gegenstände nach unten, leichte nach oben
- Gewichtsverteilung ausbalancieren (nicht alles auf einer Seite)
- Zurrgurte kreuzweise über die Ladung spannen
- Hohlräume mit weichen Gegenständen ausfüllen
- Besonders empfindliche Gegenstände extra sichern
- Nach jedem Halt die Sicherung kontrollieren
Alternative: Umzugsunternehmen oder selbst fahren?
Eine berechtigte Frage ist, ob sich das selbst Fahren eines Miet-LKW überhaupt lohnt oder ob nicht doch ein professionelles Umzugsunternehmen die bessere Wahl wäre. Hier eine realistische Abwägung:
LKW selbst fahren lohnt sich, wenn:
- Der Umzug überschaubar ist (1-2 Zimmer-Wohnung)
- Sie ausreichend Helfer organisieren können
- Die Entfernung moderat ist (unter 100 km)
- Sie zeitlich flexibel sind
- Sie Kosten sparen möchten (oft 70-80% günstiger)
- Sie die körperliche Belastung nicht scheuen
Ein Umzugsunternehmen ist besser, wenn:
- Sie eine große Wohnung oder ein Haus umziehen
- Wertvolle oder schwere Möbel transportiert werden müssen
- Die Strecke sehr lang ist (über 200 km)
- Ihnen Zeit wichtiger ist als Geld
- Sie körperliche Einschränkungen haben
- Komplizierte Auf- und Abbauarbeiten erforderlich sind
Kosten-Beispielrechnung
Selbst organisiert
Enthält:
- LKW-Miete (1-2 Tage): 80-150 €
- Kraftstoff: 30-60 €
- Umzugskartons: 20-40 €
- Verpflegung Helfer: 20-50 €
Umzugsunternehmen
Enthält:
- Transport und Fahrzeug
- Professionelle Helfer
- Versicherung der Ladung
- Montageservice (optional)
Fazit: Für kleinere bis mittlere Umzüge mit helfenden Händen ist die Selbstorganisation mit Miet-LKW meist die wirtschaftlichere und flexiblere Lösung. Bei größeren Umzügen oder besonderen Anforderungen kann ein Umzugsunternehmen jedoch die stressfreiere und letztlich sogar kostengünstigere Option sein – wenn man die eigene Zeit und Mühe miteinbezieht.
Fazit: LKW mieten ist einfacher als gedacht
Die Erfahrung vieler Mieter zeigt: LKW mieten ist heute unkomplizierter, günstiger und zugänglicher denn je. Mit Aktionspreisen ab 19 Euro, flexiblen Buchungsoptionen und einer breiten Auswahl an Fahrzeugen und Anbietern steht einem erfolgreichen Umzug oder Transport nichts im Wege.
Die wichtigsten Erfolgsfaktoren sind:
- Gute Planung: Frühzeitig buchen, realistische Kilometerplanung, ausreichend Zeit einplanen
- Richtiger Führerschein: Prüfen Sie Ihre Berechtigung – meist reicht die Klasse B
- Eingewöhnung: Nehmen Sie sich Zeit, das Fahrzeug kennenzulernen, besonders die Kupplung
- Vorsichtige Fahrweise: Lieber entspannt mit 80 km/h als gestresst und riskant
- Versicherung: Wählen Sie den Schutz, der zu Ihrer Erfahrung und Route passt
Ob Sie nun – wie in unserem Beispiel – mit einem 19-Euro-Angebot von Sixt einen Umzug meistern oder einen größeren Transporter für mehrere Tage mieten: Mit der richtigen Vorbereitung wird die LKW-Miete zu einer praktischen und kostengünstigen Lösung für Ihren Transportbedarf.
Und wer weiß – vielleicht genießen Sie sogar die Erfahrung, wieder einmal ein größeres Fahrzeug zu steuern, die Landschaft in Ruhe zu betrachten und am Ende stolz auf das selbst Geschaffte zurückzublicken. Eines ist sicher: Nach der ersten erfolgreichen Tour werden Sie feststellen, dass LKW fahren gar nicht so schwer ist wie gedacht!
Welchen Führerschein brauche ich, um einen LKW zu mieten?
Für die meisten Miet-Transporter reicht der normale PKW-Führerschein der Klasse B aus. Damit dürfen Sie Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht fahren, was für die meisten Umzüge völlig ausreichend ist. Für größere LKW zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen benötigen Sie die Führerscheinklasse C1. Besitzer alter Führerscheine der Klasse 3 (vor 1999) dürfen meist automatisch Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen fahren. Prüfen Sie vor der Buchung die auf Ihrem Führerschein eingetragenen Klassen.
Was kostet es, einen LKW für einen Tag zu mieten?
Die Kosten für eine Tagesmiete variieren je nach Anbieter, Fahrzeuggröße und Saison erheblich. Aktionsangebote gibt es bereits ab 19 Euro pro Tag mit begrenzten Inklusiv-Kilometern (meist 50-100 km). Standard-Pakete mit mittelgroßen Transportern kosten zwischen 49 und 79 Euro pro Tag inklusive 100-150 Kilometern. Premium-Angebote mit größeren Fahrzeugen und mehr Kilometern liegen bei 89 bis 149 Euro. Zusätzlich sollten Sie Kosten für Versicherung, eventuelle Zusatzkilometer (0,25-0,49 €/km) und Kraftstoff einkalkulieren.
Wie schwer ist es, zum ersten Mal einen LKW zu fahren?
Die ersten 10-20 Kilometer mit einem LKW sind tatsächlich gewöhnungsbedürftig, besonders beim Anfahren und Schalten. Die Kupplung kommt bei Transportern deutlich früher als bei PKWs, was anfangs zu ruckeligen Starts führen kann. Auch die größeren Abmessungen erfordern mehr Aufmerksamkeit beim Spurwechsel und Rangieren. Die gute Nachricht: Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase haben die meisten Fahrer den Dreh raus. Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen, defensiv zu fahren und die ersten Manöver auf dem Hof der Vermietung zu üben. Mit etwas Geduld ist LKW-Fahren definitiv machbar.
Welche Versicherung brauche ich für einen Miet-LKW?
Im Grundpreis ist üblicherweise eine Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung mit Selbstbeteiligung (meist 500-1.500 Euro) enthalten. Ob Sie eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung (ca. 20-35 Euro/Tag zusätzlich) buchen sollten, hängt von Ihrer Erfahrung ab. Für Erstfahrer oder bei schwierigen Strecken (enge Innenstädte, komplizierte Parkplatzsituationen) kann sich die Zusatzversicherung lohnen. Prüfen Sie vor Buchung, ob Ihre private Kfz-Versicherung oder Kreditkarte bereits Schutz für Mietfahrzeuge bietet – das kann Geld sparen.
Wie viel Platz bietet ein Miet-LKW und welche Größe brauche ich?
Kleine Transporter (bis 10 m³) eignen sich für 1-Zimmer-Wohnungen oder einzelne Möbelstücke. Mittlere Transporter (10-15 m³) reichen für 2-Zimmer-Wohnungen aus. Große Transporter (15-20 m³) bewältigen 3-Zimmer-Wohnungen, und LKW ab 20 m³ sind für größere Haushalte oder Häuser geeignet. Als Faustregel gilt: Pro Zimmer rechnen Sie etwa 10-12 Kubikmeter. Wählen Sie im Zweifelsfall lieber eine Nummer größer – ein zweiter Trip kostet deutlich mehr Zeit und Nerven. Die meisten Vermieter bieten Online-Rechner zur Größenbestimmung an.
Schreibe einen Kommentar