Die Hand, die man nicht abhauen kann, muss man küssen

Wer dachte, dass es sich bei dem Begriff “Abhauen“ nur um eine einseitige Intension in Richtung etwas Verlassen handelt, der wird sich mit dem oben angeführten Zitat schwer getäuscht sehen. Abhauen heißt so nicht nur irgendetwas verlassen, sondern auch loslassen. Nicht behaupten will man nun aber, dass beim angeführten Zitat von Heine wirklich jemand etwas freiwillig loslassen will. Nein, das kann man ja nun wirklich nicht sagen. Nun ja, sicherlich benutzt Heine hier nur eine Metapher, um aus zudrücken, was man abdrücken muss um jemandes gut Freund zu bleiben: Selbstaufgabe, gewiss ein hohes Opfer! Und das alles wegen einer lumpigen Hand. Wie kleinlich möchte man sagen, haben doch andere wegen weniger schon mehr verloren. Beispielsweise im Film der Morithy-Pyton-Truppe “Ritter der Kokosnuss“, nur weil einer meinte sich König Artus in den Weg zu stellen, hat er gleich Beine und Arme verloren. Dabei hätte es auch hier schon gereicht dem Herren die Hand zu küssen. Uneinsichtigkeit wird im Leben eben bestraft. Das lernte man doch schon als kleines Kind, nicht wahr: ist m einsichtig und versucht zur verabredeten Stunde zu Hause zu sein, und schafft es eben erst, na ja sagen wir ein wenig später, wird man bestraft. Dies aber nur weil man sich uneinsichtig zeigte, warnten (!) doch die Freunde: “Komme lieber richtig spät, dann ist die Freude der Eltern größer als der Frust.“ Ja, nun hat man gelernt. Hat uneinsichtig etwas mit ‘ohne Sicht“ zu tun, so kann man sagen, hatte das Abhauen des Kopfes beim Störtebecker, dem Robin Hood der deutschen Nordseeküste, keine negativen Folgen auf dessen Motorik. Hat es doch der Legende nach der Störtebecker geschafft, erhobenen Hauptes, will man sagen, an seinen Mannen nach der Hinrichtung noch vorbeizuwanken um diese vor dem Henker zu bewahren. Dank dieses kopflosen Einsatzes konnten die Spitzbuben des Störtebecker abhauen. Hoffentlich nicht ohne noch die Hand des Meisters geküsst zu haben. Was sich bei dem Spitzbuben im Allgemeinen als Strafe in Form einer Köpfung zeigt, könnte in der heutigen Zeit noch einmal als alternative Behandlungsmethode Eingang in die Medizin finden. Nach dem (M-)OTTO: Bei Kopfschmerzen erst einmal den Henker fragen. Aber Vorsicht: Die Kopf schmerzen werden abgehauen sein, mit ihnen jedoch auch das unbeschwerte Lebensgefühl und die Lust Hände zu küssen. So sollte man die alte Weisheit leben: zuerst einmal die Hand zu beißen, die einen (er)nährte. Aber dann: Abhauen.

Sorry bin seit 4 Uhr auf und habe wahnsinnige Bauchschmerzen… Das musste jetzt mal gesagt werden.

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