Übersicht Gruppendynamik

Alle zwölf Teile der Serie zur Gruppendynamik auf einen Blick: von der Gruppe über Phasen und Rollen bis zu Gruppenzwang und Groupthink, plus die Quellen von damals.

3–4 Minuten

Manch einer fragt sich jetzt bestimmt: Was macht der Typ hier eigentlich? Die Antwort von 2007 ist simpel: Ich musste am nächsten Tag einen Beleg für mein Studium abgeben, und das Thema war Gruppendynamik. Weil mich die Suche nach brauchbaren Grundlagen selbst immer genervt hat, habe ich das Ganze in Teilen hier veröffentlicht. Andere sollten es leichter haben und wenigstens wissen, wo sie suchen müssen.

Worum geht es in der Serie?

Gruppendynamik beschäftigt sich mit der Frage, was in Gruppen von Menschen passiert: wie sie entstehen, wie sich Rollen und Regeln bilden, wie Konflikte ablaufen und wie eine Gruppe die Meinung und das Verhalten jedes Einzelnen formt. Das klingt nach Hörsaal, begegnet dir aber überall – im Team, im Verein, in der WG und in der Schulklasse.

Die Serie ist so aufgebaut, dass du sie von vorn nach hinten lesen kannst, jeder Teil aber auch für sich funktioniert. Inzwischen sind zu den Inhalten von damals einige Klassiker der Gruppenforschung dazugekommen, etwa Tuckmans Phasenmodell, die Rangdynamik nach Raoul Schindler, das Konformitätsexperiment von Asch und das Gruppendenken nach Irving Janis.

Alle Teile der Serie

Grundlagen

  • Gruppendynamik: Der Auftakt erklärt, was Gruppendynamik ist, wie Kurt Lewin sie begründet hat und wo sie heute eingesetzt wird.
  • Die Gruppe in der Gruppendynamik: Ab wann eine Ansammlung von Menschen eine Gruppe ist und welche Rolle das Wir-Gefühl dabei spielt.
  • Struktur einer Gruppe: Wie Macht, Status und Rollen eine unsichtbare Ordnung bilden und was Gruppenkohäsion bedeutet.
  • Gruppenarten und ihre Bedeutungen: Formelle und informelle Gruppen, Primär- und Sekundärgruppen im Vergleich, mit vielen Beispielen.

Wie Gruppen entstehen und sich entwickeln

Was Gruppen mit dem Einzelnen machen

Wo du anfangen solltest

Wenn du nur wenig Zeit hast, lies den Auftakt, die Phasen und den Teil über Gruppenzwang. Damit hast du die wichtigsten Grundlagen beisammen und verstehst schon eine Menge von dem, was in deinem Team oder Verein vor sich geht.

Die Quellen von damals

Für den Beleg habe ich 2007 vor allem mit diesen Quellen gearbeitet. Wie die Liste zeigt, stammt einiges davon aus der Rhetorik – daher drehen sich übrigens viele Beispiele in der Serie um Vortragende und ihr Publikum.

  • Joachim Dyck, Walter Jens, Gert Ueding: Angewandte Rhetorik. Band 16. Tübingen: Niemeyer Verlag 1995
  • Manfred Beetz, Joachim Dyck, Wolfgang Neuber, Gert Ueding: Rhetorik. Ein internationales Jahrbuch. Band 21. Tübingen: Niemeyer Verlag 1995
  • Peter R. Hofstätter: Gruppendynamik. Kritik der Massenpsychologie. Reinbek: Rowohlt Taschenbuch Verlag 1990
  • DIHT-Gesellschaft: IHK-Weiterbildung. Grundlagen der Zusammenarbeit im Betrieb. Bielefeld: Bertelsmann, 1. Auflage 1997
  • Jürgen Christen, Oliver König, Karl Schattenhofer: Angewandte Gruppendynamik und die Sektion Gruppendynamik im DAGG. Göttingen: Hogrefe 1998
  • Raymond Battegay, Helmut Enke, Hans Strotzka: Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2001
  • Werner Stangl: Arbeitsblätter zu Präsentation und Rhetoriktraining

Wenn du heute einen schnellen und seriösen Einstieg suchst, ist der Wikipedia-Artikel zur Gruppendynamik ein guter Startpunkt. Von dort aus kommst du zu den Klassikern wie Lewin, Schindler oder Tuckman.

Mein Fazit

Wenn man so etwas komplett bei null selbst entwickeln müsste – Wahnsinn. Ich kann mir nicht vorstellen, ohne Bücher mit Grundlagenwissen auch nur ansatzweise produktiv zu sein. Verbesserungsvorschläge nehme ich nach wie vor gern an, nur fließen sie inzwischen garantiert nicht mehr in meine Note ein.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.